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Kevin Burba holt sich seine erträumte Medaille

Mit den ersten Klängen der olympischen Hymne bei der Eröffnungsfeier erfüllt sich für Kevin Burba ein Lebenstraum. Der 22-jährige Oberstdorfer hatte sich beindruckend für die Special World Games für Menschen mit Handicap in Schladming vom 14. bis 25.03.2017 qualifiziert und jetzt seine ersehnte Medaille erkämpft.

Kevin Burba Ramsau 2017

Special Olympics verfolgt seit der Gründung im Jahr 1968 das Ziel, Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung in alle Bereiche der Gesellschaft zu integrieren. Wie bei den traditionellen olympischen Spielen werden auch bei den Special Olympics alle zwei Jahre - alternierend zwischen Sommer & Winter-Weltspiele ausgetragen. 2017 fanden jetzt die Weltspiele vom 14. bis 25.03.2017 in Schladming statt, wobei die Disziplin Ski Langlauf in Ramsau am Dachstein ausgetragen wurde. Der 22-jährige Kevin Burba ging über 5km, 10km und 7,5km an den Start. Bei allen Rennen herrschten sommerliche Temperaturen im Langlaufstadion Ramsau und dementsprechend auch ziemlich weiche Schneebedingungen.

Am ersten Wettkampftag holte sich Kevin in der Klasse M1 beim Divisioning Race in der Technik "Freestyle" über 5km in 19:10.2 Min. die Bestzeit, wurde im Endklassement aber noch von zwei Russen überholt, so dass zum Auftakt der 3. Platz heraussprang. Der zweite Wettkampf ging am nächsten Tag über 10 km. Die zwei Russen waren mit einer brillanten Lauftechnik wieder nicht zu schlagen und Kevin lief auf einen hervorragenden 3. Platz und gewann in 26:39.0 Min. seine Bronzemedaille.

Drei Tage später startete Kevin noch einmal über die 7.5km. Er ging als Zweiter auf den anspruchsvollen Kurs, der dreimal zu durchlaufen war. Schon bald war klar, dass Kevin schwer mit den Verhältnissen zu kämpfen hatte. Er tat dies aber mit Bravour. Schon nach 1,5km wurde er von dem 30 Sekunden später gestarteten Konkurrenten eingeholt. In Anwesenheit der ganzen Familie und Freunden aus Oberstdorf kämpfte er wie ein Loewe und gelangte in der Zeit von 31:09:3 Min. als Dritter ins Ziel. Der verdiente Lohn dafür war dann die Bronzemedaille, die er später bei der offiziellen Siegerehrung umgehängt bekam.

Fazit: Kevin ist wirklich in der Weltspitze der Menschen mit Intellektueller Einschränkung angekommen, das viele Training hat sich für ihn ausgezahlt!