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Drei Weltcupsiege für Johannes Rydzek

Gala-Auftritt der deutschen Nordischen Kombinierer bei den letzten Weltcup-Veranstaltungen

Mit einem unwiderstehlichen Antritt am letzten Berg ließ Johannes Rydzek sogar Doppel-Olympiasieger Jörgen Graabak stehen, wenig später bejubelte der Oberstdorfer ausgelassen seinen dritten Karrieresieg. Der 22-Jährige krönte mit seinem zweiten Erfolg innerhalb einer Woche den Gala-Auftritt der deutschen Nordischen Kombinierer beim Weltcup in Trondheim und rückte in der Gesamtwertung auf den zweiten Rang hinter Eric Frenzel vor. Der bereits als Gesamtsieger feststehende Sachse sicherte sich hinter den Norwegern Graabak und Magnus Moan im Fotofinish Platz vier vor Teamkollege Tino Edelmann. Manuel Faißt auf Rang acht und Björn Kircheisen als Neunter komplettierten das hervorragende Abschneiden der DSV Kombinierer.
„Wahnsinn! Fünf Mann in den Top Ten – das hat es schon ewig nicht mehr gegeben, wenn überhaupt. Das war grandios“, lobte Trainer Ronny Ackermann seine Schützlinge. „Es zeichnet den Geist dieser Mannschaft aus, dass sie auch nach Olympia, wo es allen schwerfällt, immer ihre beste Leistung abzurufen, trotzdem noch diese Leistungen zu erbringen“, stellte Ackermann seinen Schützlingen ein sehr gutes Zeugnis aus.

Dritter Weltcupsieg in Folge

Erst Eric Frenzel, nun Johannes Rydzek: Die deutschen Nordischen Kombinierer machen im Weltcup mit der Konkurrenz, was sie wollen. Auch in Oslo. Rydzek holte sich seinen dritten Saisonsieg hintereinander und machte damit zugleich den deutschen Doppelsieg im Gesamtweltcup perfekt. Den ersten seit der Saison 1985/1986. Die jetzigen Erfolge sind auch mit Revanche-Gelüsten gepaart. Die vergebenen olympischen Goldmedaillen in Sotschi wirken noch nach.„Wir haben eine Rechnung mit den Norwegern offen. Wir wollen uns schon noch für Sotschi revanchieren“, sagte Bundestrainer Hermann Weinbuch. Er hat wohl am meisten damit zu kämpfen, dass es bei den Winterspielen bei der einen Goldmedaille durch Eric Frenzel geblieben war und ansonsten die Wikinger um den zweimaligen Olympiasieger Jörgen Graabak triumphiert hatten. Rydzek hielt in Oslo mit letzter Kraft Magnus Moan auf der Zielgeraden in Schach. „Heute musste er sich komplett ausziehen und alles rausholen, was noch in seinem Körper drin war“, lobte Weinbuch den Oberstdorfer für dessen Leistung, die er dessen Trainingsfleiß und mentaler Stärke zuschrieb.

Text: Allgäuer Anzeigeblatt

Weltcup Nordische Kombination in Oberstdorf
Weltcup Nordische Kombination in Oberstdorf