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Allgäuer Sportler bereits bei Olympia im Einsatz

Wie vor einer Woche in Toblach konnte sich Nicole Fessel als beste Deutsche über einen guten 14. Platz beim Auftaktrennen der Skilangläuferinnen, dem Skiathlon über 7,5 km C/7,5 km F freuen. Die Allgäuerin hielt lange mit den Besten mit, verlor aber zusammen mit einigen anderen Athletinnen beim langen Anstieg vor dem Skiwechsel den Anschluss an die besten Sechs. In der zweiten Rennhälfte lag die 30-Jährige lange auf dem neunten Platz, wurde aber kurz vor dem Stadion von einer großen Verfolgergruppe eingeholt. Im Zielsprint hatte sie nicht mehr genügend zuzusetzen, um ein Top-10-Ergebnis abzusichern. "Ich habe mich sehr gut gefühlt und ich habe sehr gute Ski gehabt. Es war nicht einfach zu wachsen. Es sind die Temperaturunterschiede im Schnee - im Schatten hast du den stumpfen, kalten Schnee und dann hier den Schnee, wo den ganzen Tag die Sonne reinbrennt. Das ist dann ein bisschen schwierig und ein bisschen stumpf. Es ist wahnsinnnig schön zum Laufen vom Wetter, aber man muss sich erst daran gewöhnen", meinte Nicole Fessel, die gegen Rennende dann doch noch mit Problemen zu kämpfen hatte: "Es war ein schweinehartes Rennen. Ich habe mit der Hitze zu kämpfen gehabt und beim Anstieg dann auch noch Wadenkrämpfe bekommen. Ich glühe jetzt noch". Ihre Teamkolleginnen Katrin Zeller hatte schon auf der ersten Runde den Anschluss an die Spitze verloren. Katrin Zeller erreichte knapp 35 Sekunden nach Fessel als 25. das Ziel.

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Lange Zeit zu den Medaillenanwärtern gehörte auch der Sonthofener Hannes Dotzler. Dieser hatte auf den ersten Kilometern im klassischen Stil sogar gemeinsam mit Alexey Poltoranin das Tempo bestimmt - beide liefen einige Minuten mit 2-3 Skilängen Abstand vor dem Feld. Auf der äußerst herausfordernden Freistilrunde bekam er jedoch erstmals Probleme, als es zum zweiten Mal den langen Anstieg hinaufging. Zwar konnte er sich in der Abfahrt nach dem Stadion wieder in die Mitte der Gruppe vorarbeiten, musste die Favoriten bei der letzten Passage des Anstiegs aber endgültig ziehen lassen. Im Ziel belegte Hannes Dotzler mit 30 Sekunden Rückstand Platz 13. "Mit dem schweren Skatingteil hintendrauf hatte ich Respekt und wusste, dass das nicht unbedingt meine Stärke ist. Ich hatte jede Runde zu kämpfen am langen Berg, um den Anschluss zu halten. Der 13. Platz ist, glaube ich, das Beste, was ich je hatte im Duathlon. Daher bin ich zufrieden damit."

Die nächsten Rennen mit Allgäuer Beteiligung finden bereits am Dienstag, 11.Februar statt. Beim Sprint auf der schweren Olympiastrecke geht es für Hanna Kolb (SC Buchenberg), Lucia Anger (SC Oberstdorf), und Sebi Eisenlauer (SC Sonthofen) um 11:00 Uhr um die Qualifikation für das Finale, das ab 12:50 Uhr übertragen wird.

Text: XC-Ski

Nicole Fessel
Nicole Fessel