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Enttäuschter Abgang

Christina Geiger scheitert beim Weltcup-Slalom in Flachau kurz vor dem Ziel

Nicht gerade zum Feiern zumute war den deutschen Skirennläuferinnen beim Weltcup-Nachtslalom am Dienstagabend in Flachau. Neben Maria Höfl-Riesch (28, SC Partenkirchen) haderte auch Christina Geiger (22, SC Oberstdorf) mit dem Schicksal. Traurig lehnte sich Höfl-Riesch nach ihrem ärgerlichen Einfädler auf ihre Skistöcke. Den Sieg im Salzburger Land hatte die Doppel-Olympiasiegerin vor 11500 Zuschauern trotz klarer Führung nach dem ersten Lauf verpasst. Fast an der gleich Stelle, wenige
Tore vor dem Ziel im Übergang zum Schlusshang, hatte es auch Christina Geiger erwischt, die ebenfalls einfädelte. Nach dem ersten Lauf war die Oberstdorferin noch auf einem aussichtsreichen dritten Platz gelegen und hatte den zweiten Weltcup Podestplatz ihrer Karriere dicht vor Augen. „Das ist blöd gelaufen gelaufen. Ich dachte der Lauf geht gerade, dann kam aber doch eine Kurve und ich war zu spät dran“, sagte die 22-Jährige. Und fügte hinzu: „Dass wir beide ausscheiden, ist natürlich doppelt bitter.“

Nutznießerin war die 17 Jahre alte US-Amerikanerin Mikaela Shiffrin, die bereits den dritten Saison-Sieg einfahren konnte. Zweite wurde die Schwedin Frida Hansdotter vor Tanja Poutiainen aus Finnland. Beste Deutsche im Heimatort von Ski-Legende Hermann Maier war schließlich Lena Dürr (Germering) auf Rang 14, Barbara Wirth (Lenggries) belegte Rang 21.

DSV-Alpin-Direktor Wolfgang Maier beobachtete immerhin bei Christina Geiger eine „gestiegene Risikofreude“. Ausgezahlt hat sich diese – wie übrigens auch in Zagreb und Are – für die frühere Junioren-Weltmeisterin aber nicht.

Text: Allgäuer Anzeigeblatt/ Bild: dpa

Tina Geiger
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