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Dabei sein war schon alles

Deutsche Langläufer scheitern unglücklich in der Sprint-Qualifikation

Lucia Anger (SC Oberstdorf) und Sebastian Eisenlauer /SC Sonthofen) verkrümelten sich erst einmal. Die beiden Allgäuer Langläufer waren so hoffnungsvoll in ihren ersten olympischen Wettkampf gestartet – und mussten nach nur zweieinhalb bzw. dreieinhalb Minuten Sprint in der Loipe die Segel streichen. „Im Idealfall machst du bei Olympia dein bestes Rennen der Saison. Aber davon war ich weit entfernt“, analysierte der 23-jährige Sonthofer. Schon im Prolog über nur 1,8 Kilometer war der Traum von Olympia geplatzt. Als 35. fehlten dem Allgäuer neun Zehntelsekunden für die Qualifikation zu den Finalläufen.

Noch schlimmer traf es Lucia Anger vom Skiclub Oberstdorf. Sie hätte 30. werden müssen und landete auf Rang 31, dem wohl undankbarsten Platz nach dem Vorlauf. „Das ist schon doppelt ärgerlich“, sagte die 23-Jährige. Fünf Hundertstel lag Anger hinter Hanna Kolb vom TSV Buchenberg, die mit Rang 30 zwar noch eine zweite Chance bekam, aber im Viertelfinale genauso scheiterte. Mit „Kein Weltuntergang“ und „Froh, dass ich überhaupt dabei war“ verabschiedeten sich Anger und Eisenlauer von Olympia und auch Kolb blickte nach der ersten Enttäuschung auf eine „tolle Woche hier in Sotschi zurück“. Vermutlich werden die drei schon am Freitag Richtung Heimat fliegen.

Text: Allgäuer Anzeigeblatt

Lucia Anger
Lucia Anger