Vereinshistorie Oberstdorfs Onlineführer (extern) |
| Skiclub Oberstdorf Chronik (1906-1919) (Josef Dreher, Vorstand 1913-1922)
1906 Am 9. Dezember 1906 gründen 9 Männer den Skilauf-Verein Oberstdorf/Allgäu
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Skiclub Oberstdorf Chronik (1919-1945)
1918 beginnt der Neuaufbau beider Vereine. Ein starkes Anwachsen der Mitgliederzahlen beweisen die Kassenbücher. Mit einem verstärkten Interesse an Touristik, dem anwachsendem Fremdenverkehr, bemüht sich der Club um die Austragung größerer Veranstaltungen. Im gleichen Jahr wurde die erste Allgäuer Skimeisterschaft nach dem Krieg durchgeführt. Auf der Naturschanze am Stümpfling demonstrierte anläßlich eines internationalen Sprunglaufes der Norweger Rivrud einen völlig unbekannten Flugstil: „Er lag nämlich stark abgeknickt mit waghalsiger Vorlage in der Luft, was imponierend war“.
1924 Im März wird Hermann Schallhammer als Vorstand gewählt. Der Vorwurf, Schallhammer trage als Kurdirektor Fremdenverkehrsinteressen in den Skisport hinein, veranlasste den Club im Dezember zu einer außerordentlichen Generalversammlung, bei der Wolfgang Hohenadl als neuer Vorstand gewählt wurde.
1927 Im Fellhorngebiet markiert der Club die ersgten Skiabfahrten. Die vor allem für die Jugend neugebaute Kühbergschanze wird eingeweiht. Oberstdorfs erster Weitenjäger, Franz Thannheimer, springt bei den Schweizer Skimeisterschaften in Chateu d'Oex einen neuen Schanzenrekord von 55 m.
1928 Franz Thannheimer ist erster Oberstdorfer Teilnehmer bei Olympischen Spielen in Sankt Moritz.
1929 Mit der Eröffnung der Nebelhornbahn 1929 beginnt ein neues Kapitel für den Skilauf in Oberstdorf. Die Verbindung von Skilauf und Fremdenverkehr nimmt so im gesamten Allgäu ihren Anfang. Durch die FIS wird der alpine Sport anerkannt. Die heute berühmten Abfahrtsrennen am Lauberhorn und Hahnenkamm nehmen ihren Anfang. Die ersten alpinen und nordischen Weltmeisterschaften werden aus Deutschland übertragen.
1930 werden im Februar die Deutschen Jubiläumsmeisterschaften verbunden mit den Deutschen Heeres-Skimeisterschaften vom Club unter denkbar schlechten Schneeverhältnissen ausgetragen. Im März wird erstmals ein alpiner Abfahrslauf durchgeführt. Amtsmüde von den komplizierten Meisterschaftstagen legt die Vorstandschaft ihre Ämter nieder. Hans Bader übernimmt gemeinsam mit Franz Amann die Clubführung. |
Skiclub Oberstdorf Chronik (1945-1971)
1945 Wie überall in Deutschland, befinden sich Besatzungsmächte im Ort. Da alle dem NSRL unterstellten Vereine aufgelöst wurden, mußte nun unter erheblichen behördlichen Schwierigkeiten der Skiclub neu gegründet werden. Der SCO 1906 nimmt als erster Allgäuer Verein den Sportbetrieb neu auf. Mit dem Neubau der Schanzen beginnt ein reges Vereinsleben.
1953 Am 4. Januar beginnt mit der Vierschanzentournee ein neuer sportlicher Abschnitt.
1954 Am 20. März wird das erste Internationale Nebelhornrennen gestartet.
1961 findet zum 10. Mal die inzwischen in aller Welt bekannte Vierschanzentournee auf dem Schattenbergbakken statt. Chronischen Schneemangel beweist die Statistik, denn siebenmal mußte die Schanze in diesen Jahren „eingeschneit“ werden. Erneut ohne die DDR trafen sich Springer aus 12 Nationen.
1966 Mit einem dritten Platz in der Abfahrt bei den Weltmeisterschaften in Chile erringt Franz Vogler das bisher beste alpine Ergebnis ein Club-Mitgliedes. Ein triumphaler Empfang wird den beiden WM-Teilnehmern Margret Hafen und Franz Vogler bereitet. |
| Skiclub Oberstdorf Chronik (1971-1981) 1971 1971 wird von der FIS das Skifliegen anerkannt, womit die Möglichkeit zur Durchführung von Skiflugweltmeisterschaften geschaffen wurde.
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Skiclub Oberstdorf Chronik (1981-1999) 1981 fand in Oberstdorf an der Heini Klopfer Skiflugschanze die 2. Skiflug-WM statt.
1991 Als ein Markstein in der Geschichten müssen die ersten gesamtdeutschen Nordischen Meisterschaften betrachtet werden.
1992 der Winter 92/93 bricngt dem Club viel Freude. Zwischen Tournee und Kratzerlauf lingen 19 Veranstaltungen. Der Club zählt nun 1.400 Mitglieder.
1993/94 Nun schon zum vierten Mal innerhalb von 10 Jahren wird Oberstdorf über 10 Tage Gastgeber der deutschen Springer und Langläufer für die nationalen Meisterschaften. Zum ersten Mal muss der Kratzerlauf wegen Schneesturms ausfallen.
1994 Beim Skiclub und der Gemeinde wird ein einstimmiger Beschluss gefasst, sich wieder um die Nordischen Ski-Weltmeisterschaften zu bewerben.
1996 Claus-Peter Horle ist ein viertel Jahrhundert Vorstand des Skiclubs. Ein Weltcup-Langlauf findet im Dezember statt, bei dem 5.000 Zuschauer dabei sind. Ein Höhepunkt ist die 45. Jubiläumstournee. Das K.O.-System im ersten Wertungsdurchgang feiert Premiere. Der SCO steht voll zum neuen Fördersystem mit Stützpunkt, Schule etc. und auch zur neuen initiative "ProSport Allgäu-Kleinwalsertal". Eine erneute WM-Bewerbung in Prag für 2003 steht an.
1997 Jeder dritte ist über Fernsehen zu Gast in Oberstdorf bei der Tournee 1997. Mit einem Feuerwerk wird die WM auf der veränderten Schanze eröffnet. Auf neuen Tribünenbauten sind an den drei Tagen gut 100.000 Zuschauer zu Besuch. Schon am ersten Tag wird zum ersten Mal die 200 m-Marke überflogen. Dieter Thoma steigert den Rekord auf 209 Meter.
1998 Die Tournee ist auch 1998/99 ein vielseitiges Vorzeigeobjekt. Proppenvolle Sonderzüge, 42 Prozent Einschaltquote sowie die Rekordzahl von 22 Nationen am Start sind zu verzeichnen. Sieger wird der Schwarzwälder Martin Schmitt, zum erstenmal schafft Georg Späth die Qualifikation. Wieder Sieg beim Jugendcup. SCO-Geschäftsführer Hans Schmid wird Sportwart Nordisch im Bayerischen Ski-Verband. Der SCO sagt der Gemeinde zu, insgesamt 2,3 Mio. Mark für die nächsten fünf Jahre in Schanzen (Schattenberg und Flug) für Verbesserungen zu investieren.
1999 Beste Voraussetzungen bei der Tournee 1999; allerdings muss wegen des Sturms "Lothar" der Qualifikationstag am 2. Weihnachtsfeiertag ausfallen. Sieger wird wieder Martin Schmitt. Neuer Stern: Frank Löffler führt als 18. AOS das deutsche Schülercupfinale in allen Skidisziplinen durch. Nach Jahren der Abstinenz endlich wieder mit Frank Löffler und Georg Späth Oberstdorfer Akteuere im DSV-Springer-Nationalteam.
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Skiclub Oberstdorf Chronik (2000 - heute)
2000 In Melbourne/Australien wird die Nordlische Ski-WM für 2005 nach Oberstdorf vergeben. Es finden die ersten deutschen Meisterschaften im Sommer im Springen und Nordischer Kombination mitten im Ort Oberstdorf statt. Zur Tournee müssen 150 Fuhren Schnee zusammengekratzt werden. Erstmals zeichnet sich RTL als Fernsehsender verantwortlich. 28 Kameras sind im Einsatz. Das Springen ist bereits am 6. Dezember ausverkauft. 24.000 Zuschauer erleben drei neue Schanzenrekorde, höchste Weite durch Martin Schmitt mit 133 m. Bauliche Veränderungen an der Flugschanze sind erforderlich. Durch finanzielle Beteiligung von Bund und Land gibt es eine Vertiefung von 3.10 m im Auslauf, verbesserter Zuschauerbereich in Stadionform mit Seitentribünen.
2001 100.000 Zuschauer und viele Fangruppen sind begeistert beim WM-Skifliegen im März 2001. Sieger sind der Finne Risto Jussilainen und Martin Schmitt. Andreas Widhölzl (Österreich) schraubt den Rekord auf 216 m. 650 Mitarbeiter sind im Einsatz. Wieder viele eigene Clubveranstaltungen. Gemeinsam mit der AOS wird den Interessen der Bergbahnen für Snowboard-Wettbewerbe nachgekommen.
Reges Interesse während der Sommerzeit am Schattenberg, auch Roller und Skating wird intensiv betrieben.
Die 50. Jubiläumstournee 2001/2002 wird zum absoluten Höhepunkt. Mit bis zu 13,3 Mio. Zuschauer bei RTL werden Einschaltquoten erreicht, die sich auf Formel 1 oder Champions-League-Niveau bewegen. Auf dem Schwarzmarkt werden hohe Preise für Eintrittskarten geboten, gefälschte Eintrittskarten sind im Umlauf. Es gibt einen sensationellen Sieg für den Schwarzwälder Sven Hannawald, der nicht nur in Oberstdorf, sondern auch auf den folgenden drei Schanzen siegt und damit der erste Akteur ist, der den totalen Triumpf schafft.
Ralf Schmid löst Heini Ihle in der Rennleitung ab. Aushängeschilder sind Carolin Fischer, Teilnehmerin Junioren-WM, Europacuprennen; Tobias Stechert, Deutscher Jugendmeister im Slalom, 2. in der Abfahrt; Gina Stechert, Siegerin im deutschen Schülercup.
2002 Beginn der Maßnahmen zur Nordischen-WM 2005 durch den neuen Bürgermeister und OK-Chef Thomas Müller. SCO-Vorsitzender "P" Horle ist Vizepräsident. Altbürgermeister Eduard Geyer wird zum Ehrenmitglied ernannt. Der Club übernimmt die neue Geschäftsstelle im OCS (Organisationszentrum Ski). Der Club zählt 1620 Mitglieder.