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Talent Samson Schairer im Portrait

von SVG am 08.02.10



Riezlern/Oberstdorf. Bis zur Teilnahme an den Olympischen Spielen ist es noch ein wenig weit. Aber die nächste Jugend-Weltmeisterschaft und die Aufnahme in den D/C-Kader  hat Samson Schairer bereits im Visier. Bis dahin wird der 17-Jährige aus Riezlern, der für den Skiclub Oberstdorf startet,  weiter eisern trainieren. Mit all den Fähigkeiten, die ihn zu dem Ausnahmetalent im Langlauf machen, von dem sein Heimtrainer Liese Hartmann fest überzeugt ist: „Samson hat alles, um ganz an die Spitze zu kommen: Zielstrebigkeit, Geduld und eine wahnsinnig gute Technik“.
Sozusagen ein „Spätberufener“ im nordischen Skisport ist der junge Walsertaler mit dem verschmitzten Lächeln. Vorher im Judo, Fußball- und Trompeterspielen erprobt, geriet er erst mit zehn Jahren zum Langlauf, weil die große Schwester Sabrina ihn überredet hatte, einmal mit ins Training zu kommen. Im Kleinwalsertal ging in dieser Hinsicht nicht viel, also machte sich der kleine Samson auf nach Oberstdorf. Schon damals erwies sich der Nachwuchssportler als ausgesprochen selbstständig, investierte Zeit und Mühe ins Training und in „Busreisen“ zwischen der Schule in Sonthofen, dem Zuhause in Riezlern und der Trainingsstätte in Oberstdorf. Soviel Disziplin wurde belohnt:  In der Klasse S 14 noch Mittelmaß, ging sein Stern ein Jahr später auf und er wurde Deutscher Vizemeister.
Inzwischen hat sich manches getan. Samson besucht derzeit die 12. Klasse der FOS in Sonthofen und möchte nach dem Schulabschluss zur Bundeswehr. Sein Heimtrainer Liese Hartmann hat ihn ziehen lassen müssen, denn beim SC Oberstdorf wäre der 17-Jährige in seiner Alters- und Leistungsklasse konkurrenzlos gewesen. Als D/C-Kader-Athlet trainiert er seit zwei Jahr darum mit sieben Kollegen im Stützpunkt Oberstdorf unter Thomas Schöpf. Er freut sich, dass er nach 40 Tagen Krankheitstagen im Sommer jetzt wieder ganz vorn mitmischt: In Oberwiesenthal wurde er Deutscher Vizemeister im Sprint und im Teamsprint, beim Deutschlandpokal in Hinterzarten gab es einen 1. Platz und in Balderschwang einen 2. und 8. Rang. Zudem holte er sich den Bayerischen Meistertitel.  (im 10km KT und Sprint Staffel ASV1).
Samson fühlt sich gut aufgehoben. Material wie Skiroller, Trainingsmöglichkeiten mit Flutlicht und beschneiten Loipen, eine Rollerbahn, Kraftraum, die Trainingsteuerung durch Günther Hartung , all das stehe ihm zur Verfügung. Druck vonseiten der Trainer habe er nie gespürt. „Wenn es mal nicht so gut lief, gab es immer ein aufmunterndes „Kopf hoch, wird schon wieder“,  beschreibt er den guten Geist in seinem Skiclub. Seit drei Jahren wird er gesponsert durch Salomon und Leki, Pro-Sport gibt ein wenig dazu. „das entlastet den Familienetat“, meint Samson, dessen Vater Rolf ein „echter Skiclubler“ ist, der sich nicht nur für den eigenen Sohn, sondern für den gesamten Nachwuchs „voll reinhängt“, wie Trainer Hartmann verrät.
Samson selbst mangelt es somit an kaum etwas. Statt dem„Führerschein mit 17“ möchte er am 31. Mai, wenn er volljährig wird, endlich durch die normale Fahrerlaubnis mehr Freiheit genießen. „Und eine Freundin, die fehlt derzeit auch noch“, meint er grinsend. Aber das kann angesichts der 4500 Kilometer Trainingspensum pro Jahr allenfalls ein Zeitproblem für den charmanten Nachwuchssportler sein.



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